Die Bewegung.
Den fast allgemein üblichen Begriff der Bewegung ersetze ich durch Spannung. Die Spannung ist die dem Element innelebende Kraft, die nur einen Teil der schaffenden Bewegung bedeutet.
Der zweite Teil ist die Richtung , die auch von der Bewegung bestimmt wird.
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Der blinde Fleck.
Ein Architekt muss sich nicht auf ein Mittel der Kommunikation und des Austausches beschränken. Das Problem ist, dass die Architekten die Frage der Bewegung bisher ignorieren, ob nun die Bewegung von Ideen, Energie, Kräften, Materialien oder was auch immer.
Das ist der blinde Fleck...

Die Geschwindigkeit.
Unterschiedliche Geschwindigkeiten und Arten der Fortbewegung haben unterschiedliche Nutzungsmischungen zur Folge. Die Bewegungsstrukturen sind die eigentlichen Formgeber...

Der Rhythmus.
Besonders interessant sind die Orte der Geschwindigkeitswechsel, weil sie extreme Verhältnisse verursachen. Diese extremen Umstände erfordern eine spezielle Umgebung und zum grössten Teil gebaute Massnahmen...



Reise durch den Raum
- am Beispiel einer inneren Gebäudestruktur


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Zustand
Architektur ist heute keine einfache Lösung wohnlicher Schutzmasznahmen mehr, sondern stellt sich über den Willen des Menschen. Die ursprünglich schützende Hülle ist ersetzt worden durch eine Maschinerie (vergl. Wohnmaschine Le Corbusier), die der Entfaltung des Menschen im Wege steht.

Der Mensch ist reduziert auf ein einfaches Element in den vorgefertigten Bahnen des Baukörpers. Eine freie Bewegungsentfaltung ist heute schon eher in dem System der Stadt oder noch mehr des Landes zu sehen.

In konkreten Gebäuden jedoch minimieren sich die Bewegungsmöglichkeiten durch die architektonisch durchgeführten Masznahmen.

Wir sind von der Architektur fremdbestimmte Beschleunigungsteilchen.

Versuchsanordnung
Zwei Menschen, reduziert auf ihre Bewegungsmöglichkeiten im architektonischen Raum, zeigen auf, wie der Mensch vom Benutzer zu einem Teil der Architektur selbst wird, da ein wichtiger Teil seines Daseins (=seine Bewegung) von der Architektur fremdbestimmt wird.

Diese Unterwerfung des Menschen gegenüber der Architektur hat deutliche Konsequenzen für das Gesamtsystem Mensch. Der architektonisch beschränkte Mensch hat nur noch beschränkte Möglichkeit zu sozialem Austausch. Zu sehr ist er bestimmt von den räumlichen Anordnungen und Stimmungen, als das es ihm möglich wäre, sich davon zu befreien.

Um die eingeengte Geometrie dieser Bewegung aufzuzeigen, verwenden wir das Medium Fotografie.
Die Teilchen sind acceleriert (Der Raum als Teilchenbeschleuniger).
Der Fokus wird auf die Geometrie ihrer Bewegungen gelenkt.
Die Versuchsanordnung fand statt am 02. Juni 2001.
Anhand einer beispielhaften Gebäudestruktur (Studentenwohnheim Nettelnburg) dokumentieren wir
Zustand A: den entindividualisierten Bewegungsfluß, durch Raumkanten (halböffentlich = Flure & Treppenhäuser) gelenkt.
Zustand B: die Schleusenpunkten (Wohnungseingänge) zwischen Be- und Entschleunigung

Ableitung
Die strikte Trennung zwischen be- und entschleunigtem Zustand ist dem Menschen nicht konform.
Wir fordern die Auflösung dieser Grenzen, das Ineinanderflieszen von be- und entschleunigtem Raum, von privat- und öffentlicher Sphäre (Osmoseeffekt).
Hängt die Türen aus!

Visualisierung
Unsere Arbeit und zentrale Forderung steht in direktem Bezug zu Ort und System HfbK.
Wir werden vier Bildtafeln anfertigen.

Änderungen vorbehalten

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INSTITUT FUER RAUMFRAGEN 2004