im Sommersemester 2002 führte ein Lehrauftrag im Fach Kunst Martin Luce und Sebastian Post an das Gaymnasium Schenefeld///

Ein paar grundlegende Gedanken, die zu revidieren,
verstärken oder differenzieren sind.

Da ein Projekt immer mit einem Titel versehen werden sollte, hier ein Vorschlag:

040_stadtlabor
destination hh - fundstück hamburg - stadtreisende - interstations -

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Unsere Rolle ist die von Beratern. Sie sind der Leader, die Schüler die frei handelnden.
Wir werden diverse Leistungen von uns aus anbieten, die Schüler können bei selbstgewünschtem Bedarf darauf zugreifen.
Vorgegeben ist nur ein Vortrag "Reise im Raum" (Darstellung der Arbeiten aus dem Seminar gleichen Titels).
Weiterhin könnten wir jederzeit nach Absprache Korrekturen anbieten, ein allgemeines Projektmentoring, Hilfe in der Architekturvisualisation, Präsentationsunterstützung, Hilfe bei Dokumentationserstellung, Suche und Bereitstellung von Begleittexten-Künstlern-Materialien. Beratung für mögiche Referate. Abschlusskurstreffen in der HfbK.
Für Zwischenpräsentationen oder Korrekturen würden wir nach Schenefeld fahren.

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grobe Vorgehensweise der Schüler:

1. Konzeption.
2. Research (Ort, Material, Programm, Analyse).
3. Visualisierung in Texten und Skizzen.
4. Sammlung von Fundstücken.
5. Aufbereitung.
6. Präsentation.
7. Dokumentation.
Durch Etappenstellung lassen sich benotbare Zwischenergebnisse erbringen.

 

Warum die Kunst?
Eine Frage, um den Schülern einen Grund für die Durchführung ihres Projektes zu geben.
Sie sollte vor Beginn des Projektes eingehend erörtert werden.

"Betreffs der Kunst stellt sich nun doch die Frage, ob Kunst an sich gemeint ist oder die Verbindung von Architektur und Kunst. Sicher aber lässt sich doch sagen, dass Kunst ein Mittel ist, seine Umwelt auf originäre Weise wahrzunehmen und auf sie zu reagieren. Denn der Künstler prägt seine Umwelt
und lässt sich nicht von ihr prägen."

Das wäre eine Grundposition aus der die Schüler eine Menge ableiten können.

"Zum einen die Sache mit der Provokation:
Unsere Provokation zielt nämlich darauf, Wahrgenommenes unserer Umwelt mitzuteilen, dass sie noch nicht oder nur am Rande mitbekommen haben. Dass wir damit auch noch eine Forderung formulieren zeigt unseren auf die Umwelt prägend wollenden Charakter. Somit wäre eigentlich jeder Künstler ein Provokateur. Aber wir möchten doch auch einmal persönlich anmerken, dass wir unsere Arbeit nie als Provokation verstanden haben, sondern dass sie lediglich ein Anliegen darstellt, das in seiner künstlerischen Qualität durchaus keine offenen Türen einrennt, sondern doch auf einen Punkt gekommen ist, der vielleicht ein wenig ungewohnt ist. Aber gerade noch ungewohnte Dinge bringen unsere Gesellschaft doch voran und somit bringt uns auch die sogenannte Provokation voran, wenn sie auch nur einem neuen Diskurs dient."

"Das Ding ist da und kann nicht mehr verschwinden."
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Die Konzeption für den Unterricht müsste nun wie folgt aussehen:

Da es Hauptanliegen ist, die Schüler aus ihrem Mikrokosmos von Schenefeld herauszubekommen und sich mit Architektur auseinanderzusetzen, ist auch klar, sie müssen in die Stadt.

Gleichzeitig, so denken wir, sollte man ihnen freien Handlungsraum innerhalb eines bestimmten Rahmens geben. Auch so, dass eine korrekte Benotung möglich ist.
Ohne Rahmen keine Benotung.

Der freie Handlungsraum meint eigentlich nur die Freiheit des Mediums zum künstlerischen Ausdruck.
Also können Videos, Texte, Fotos, Bilder, Performance gelten, ganz wie es dem Hochschulgedanken entspricht. Schließlich handelt es sich bei den Schülern um Schüler der Oberstufe und die können durchaus schon einmal die Gangart der Hochschule zu spüren bekommen. Gerade der Kunstunterricht scheint da besonders geeignet zu sein.

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Ideen wären:

1. Jeder versucht sein Lieblingsgebäude Hamburgs in das aufzulösen, was es ausmacht. (Muss nicht so platt sein, wie es klingt. Wir könnten Korrekturen geben.)

2. Wir veranstalten auf dem Gelände der zukünftigen Hafencity eine Expedition, bei dem Ziel der Untersuchung sein könnte, was sich dort abgespielt hat, wird, haben könnte oder werden könnte. Was heisst es, an einem Ort zu sein, der sich in 20 Jahren zu einem anderen wandeln wird . Was macht die Wandlung des Ortes aus, was kommt, was verschwindet, was bleibt. Das müssen die Schüler selbstverständlich selbst herausfinden.

3. Aus Fundstücken am Elbstrand werden sogenannte Perlenketten gebaut die dem Duktus der dort entstehenden Gebäude entspricht.

4. Stadt und Raum. Untersuchung eines städtischen Raumes. In Beziehung setzen von Körpern, Menschen, Autos, Strassen...

5. Ein architektonisches Programm für einen dokumentierten Ort entwickeln.

7. Nichtorte...

8. Netzwerke...

...

These – Antithese - Synthese. Das war es erst einmal.



 

 
 
 











 

INSTITUT FUER RAUMFRAGEN 2004