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Arbeiten
für die Platte
Im Rahmen des Dostoprimatschateljnosti - Projektes der Kunsthochschule Berlin - Weißensee mit Teilnehmern aus internationalem Einzugsbereich besetzten wir auf legalem Wege einen Plattenbau des Typs WB70 in Berlin - Hellersdorf und beteiligten uns an Kunstprojekten und fördern den Austausch von interlokalen und interdisziplinären Ansätzen und Ideen, die im weitesten im Zusammenhang mit der Platte stehen. Ziel war die Entwicklung und Erprobung neuer Ansätze zum Leben, zur Arbeit, zur Kommunikation und zur Kultur in Plattenbaugroßsiedlungen, besonders in Hochhäusern. Es sollte vor allem um einen neuen, unkonventionellen Zugang zur Leerstandsproblematik gehen, der diese als Chance für die weitere Entwicklung der betroffenen Gegenden begreift. Ideen sollten vor Ort erprobt und diskutiert werden. Lasen wir uns
einen Besetzungs-Gürtel legen um die grossen Städte Europas
legen , und eine Wahrnehmung von Plattenbauten durch die urban-professionals
erreichen. Der Plattenbau ist außerdem ein Symbol. Er erzählt von der Fortschrittlichkeit der sechziger Jahre, als die neuartigen Wohnungstypen für Begeisterung sorgten, und von der resignierten Nüchternheit der Achtziger. Er steht für die verschleppte Nachkriegskrise der DDR, für ihre Wohnungsnot und ihre notorische Ressourcenknappheit, für ihren Pragmatismus und, wie alles, was von ihr übrig ist, für ihr Scheitern. Die Platte ist in ihrer ganzen Wirkung proletarisch und billig beides Wörter, die in der Bundesrepublik nur mit Verachtung ausgesprochen werden. Das instItut
fuer raumFRagen hat in Berlin Untersuchungen und Aktionen im städtischen
Umfeld in Angriff genommen, die aus den schrumpfenden Städten und
den Wohnmaschinenprinzipien eine göttliche Komödie machen könnte.
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INSTITUT FUER RAUMFRAGEN 2004 |
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